Entwicklungspolitische Zusammenarbeit in Malawi

Die deutsche Entwicklungspolitik leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen für die Menschen in Malawi. Deutsche Unterstützung erfolgt auf dem Wege bilateraler, regionaler und multilateraler staatlicher Entwicklungszusammenarbeit sowie in Kooperation mit Nichtregierungsorganisationen, Kirchen und Freiwilligendiensten.

Die Bundesregierung leistet ihre bilaterale deutsche Zusammenarbeit durch Finanzielle und Technische Zusammenarbeit und konzentriert sich dabei auf die Schwerpunkte Bildung, Privatsektorentwicklung im ländlichen Raum sowie Gesundheit und soziale Sicherung. Darüber hinaus unterstützt Deutschland sektorübergreifend die Verbesserung des öffentlichen Finanzmanagements und der Ernährungssicherung in Malawi.

Die Umsetzung der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit wird durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) als staatliche Durchführungsorganisationen im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) realisiert. Der Deutschen Botschaft in Malawi kommt in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit vor allem die Rolle zu, diese mit der malawischen Regierung und anderen Entwicklungspartnern abzustimmen sowie die Aktivitäten der staatlichen Durchführungsorganisationen GIZ und KfW vor Ort zu koordinieren. Zudem ist sie Anlaufstelle für deutsche Nichtregierungsorganisationen, die Entwicklungsprojekte in Malawi durchführen. Des Weiteren fördert die Deutsche Botschaft jährlich kleinere Projekte malawischer Partnerorganisationen durch den Kleinstprojektefonds der Botschaft.

Neben der bilateralen Unterstützung leistet Deutschland einen wesentlichen Finanzierungsbeitrag im Rahmen der regionalen multilateralen Zusammenarbeit. Als Mitgliedsstaat der Europäischen Union finanziert Deutschland mehr als 20 Prozent des europäischen Entwicklungsprogramms (European Development Fund, EDF). Darüber hinaus trägt die Bundesregierung in substantiellem Maße zum Budget der Vereinten Nationen, deren Sonderorganisationen sowie internationaler Finanzierungsinstitute wie der Weltbank-Gruppe, dem Internationaler Währungsfonds (IWF) sowie regionale Entwicklungsbanken wie die African Development Bank bei. Auf regionale Ebene profitiert Malawi insbesondere von deutscher Unterstützung der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC).

Schwerpunkte der deutschen bilateralen Zusammenarbeit im Überblick

Die Schwerpunkte der deutschen bilateralen Zusammenarbeit werden in Regierungsverhandlungen zwischen beiden Regierungen vereinbart.

Deutsche Nichtstaatliche Akteure in Malawi

Nichtregierungsorganisationen (NROs) sind Ausdruck zivilgesellschaftlichen Engagements in der Entwicklungszusammenarbeit. Ihre Stärke liegt unter anderem in der hohen Motivation ihrer Mitarbeiter und Partner sowie in ihrer Nähe zu unterprivilegierten Bevölkerungsgruppen – eine wesentlichen Voraussetzung zur Mobilisierung von Selbsthilfe und Eigeninitiative.

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Freiwilligendienste in Malawi

weltwärts - Der entwicklungspolitische Freiwilligen-Dienst Viele junge Menschen haben Interesse an einer ehrenamtlichen Arbeit in Entwicklungsländern. Das BMZ hat daher im Jahr 2008 den aus öffentlic...

Näherin

Kleinstprojekte der Botschaft

Die Botschaft führt jedes Jahr mit Sondermitteln kleinere Maßnahmen zur Einkommensschaffung und Armutsreduzierung durch (Kleinstprojekte). Die durchschnittlichen Kosten pro Maßnahme betragen 5.000 - 7.000 Euro.

Entwicklungspolitische Zusammenarbeit in Malawi

Logo der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (GDC) mit Malawi

Informationspapier zur Entwicklungszusammenarbeit in Malawi im Überblick (englisch)