Deutsche Nichtstaatliche Akteure in Malawi

Nichtregierungsorganisationen (NROs)


Nichtregierungs-organisationen (NROs) sind Ausdruck zivilgesellschaftlichen Engagements in der Entwicklungszusammenarbeit. Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tio­nen sind prinzipiell alle Verbände oder Gruppen, die gemeinsame Interessen vertreten und sich gesellschaftspolitisch engagieren, ohne dabei kommerzielle Ziele zu verfolgen. Einige wichtige und typische Betätigungs­felder von NROs sind Ent­wick­lungs­po­li­tik, Umweltpolitik und Menschenrechtspolitik. Ihre Stärke liegt unter anderem in der hohen Motivation ihrer Mitarbeiter und Partner sowie in ihrer Nähe zu unterprivilegierten Bevölkerungsgruppen – eine wesentlichen Voraussetzung zur Mobilisierung von Selbsthilfe und Eigeninitiative. Um ihre Programme verwirklichen zu können, werden die NROs bei der Finanzierung ihrer entwicklungspolitischen Arbeit einerseits durch private Spenden sowie durch staatliche Förderung unterstützt.

Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tio­nen tragen entscheidend dazu bei, dass die Bedeutung der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit im Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit verankert wird. Sie geben entscheidende Anstöße für die gesellschaftliche Diskussion – in Europa ebenso wie in Ent­wick­lungs­ländern. Immer größere Bedeutung erlangen sie auch als "watchdogs", also als Mahner und "Anwälte" der Menschen, deren eigene Stimme im politischen Raum kein Gehör findet.

Information zur staatlichen Förderung von NROs in der Entwicklungszusammenarbeit finden Sie bei der Beratungsstelle für private Träger BENGO

Kirchen

Seit dem Jahre 1962 existiert zwischen der Bundesregierung, der evangelischen und der katholischen Kirche in Deutschland eine entwicklungspolitische Zusammenarbeit. Für ihre Umsetzung wurden im gleichen Jahr die Evangelische und die KatholischeZentralstelle für Entwicklungshilfe (EZE und KZE) gegründet. Die kirchlichen Zentralstellen treffen die Auswahl der Projekte jeweils eigenständig und bestimmen selbst das Projektprogramm. Die Geschäfte der Katholischen Zentralstelle werden Wasserversorgung für Mponela Bild vergrößern Wasserversorgung für Mponela (© S.Schlegel, AA) vollständig von MISEREOR wahrgenommen. Brot für die Welt setzt hingegen die Vorhaben für die evangelische Zentralstelle um. In Malawi sind sowohl MISEREOR als auch Brot für die Welt tätig.

Brot für die Welt

Misereor


Politische Stiftungen


Die politischen Stiftungen, die jeweils einer politischen Partei in Deutschland nahestehen, unterstützen Vorhaben der Gesellschafts- und Sozialpolitik und leisten somit einen Beitrag zu Aufbau und Festigung demokratischer Strukturen sowie zu einer ökologisch nachhaltigen und sozial gerechten wirtschaftlichen Entwicklung. Keine der politischen Stiftungen hat derzeit ein Büro in Malawi. Teilweise werden malawische Teilnehmer jedoch in Regionalprogramme der Stiftungen einbezogen.

Politische Stiftungen mit Beziehungen zu Malawi

Konrad Adenauer Stiftung
KAS Liaison Office Cape Town
36 Long Street, 6. Stockwerk
P.O. Box 5294
Kapstadt 8000
Tel.  Tel. +27 21 422 17 96
Website: http://www.kas.de/suedafrika/

Friedrich Ebert Stiftung

6 Ross Avenue
Belgravia
P.O. Box 4720
Harare, Simbabwe
Tel. +263-4-705 587, 723 866, Fax +263-4-723 867
Website: www.fes.de/international/publikationen/simbabwe.php

Friedrich Naumann Stiftung

P.O. Box 1130
Parklands 2121
Physical address:
Travel House
6 Hood Avenue
Rosebank, Johannesburg
South Africa
Website:  www.africa.fnst-freiheit.org